Wie wirkt sich Kaffee auf deine Gesundheit aus?

Lesezeit: 5 min

27.01.2022

 

 

Wie gesund bzw. ungesund ist Kaffee wirklich?

Kaffee wird seit jeher mit einigen Halbwahrheiten rund um die Themen Verträglichkeit und Gesundheit in Verbindung gebracht. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass der Konsum von Kaffee einige Vorteile mit sich bringen kann. 

Dem stehen jedoch immer noch zahlreiche Vorurteile gegenüber, die den Genuss der  Bohne in ein schlechtes Licht rücken. Doch was ist an Aussagen wie „Kaffee dehydriert“ oder „Kaffee sorgt für Bluthochdruck“ wirklich dran? In diesem Artikel greifen wir einige solcher Punkte auf und geben dir Tipps wie deine Kaffeeroutine Teil einer bewussten Ernährung sein kann. Darüber hinaus werden wir etwas Licht ins Dunkel bringen, inwiefern Kaffee gesund für unseren Körper und unsere Psyche ist.

 

Ist Kaffee schlecht für deine Gesundheit? – 4 Mythen kurz erklärt

  1. „Kaffee dehydriert“ 

Sicherlich einer der bekanntesten Mythen. Kaffee würde den Körper austrocknen und ihm das Wasser entziehen. Zwar besitzt Koffein tatsächlich einen harntreibenden Effekt, aber dieser ist nicht annähernd so stark, dass ein Körper davon dehydrieren könnte. 

„Kaffee dehydriert den Körper nicht. 

Ich wäre sonst schon Staub.“ (Franz Kafka)

2. „Kaffee verursacht Herzrhythmusstörungen“

Studien konnten belegen, dass ein moderater Kaffeekonsum keine Herzrhythmusstörungen oder dergleichen hervorruft. Darüber hinaus kann der Kaffeegenuss in Maßen sogar einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System haben. Doch wie viel Kaffee am Tag ist moderat? Mehr dazu im folgenden Abschnitt.

3. „Kaffee sorgt für Bluthochdruck“ 

Zwar steigt der Blutdruck unmittelbar nach dem Konsum eines Kaffeegetränks, jedoch ohne einen langanhaltenden oder bedenklichen Effekt auf das eigene Wohlbefinden. Der Bluthochdruck steigt maximal für 30 Minuten, um 10 bis 20 mmHG an. 

4. „Kaffee schlägt auf den Magen“ 

Ob Kaffee Magenprobleme verursacht oder nicht hängt stark von der jeweiligen Person und der Empfindlichkeit ihres Magens ab. Fakt ist, dass die Bitterstoffe, die im Kaffee enthalten sind die Magenschleimhaut angreifen. Außerdem spielen für die Verträglichkeit eines Kaffees auch die Röstung, Art und Zubereitung eine große Rolle. Sie können maßgeblich beeinflussen, ob ein Kaffee mehr oder weniger gut verträglich ist.

 

 

Mehr Konzentration & Energie.

Geringere Risiken an Diabetes Typ 2 & Alzheimer zu erkranken!

Gesundheitliche Vorteile eines moderaten & regelmäßigen Kaffeekonsums 

1. Kaffee macht wach & hilft dir dabei dich besser zu konzentrieren.

Verantwortlich dafür ist das Koffein, dass an den Adenosinrezptoren deines Gehirns andockt und diese blockiert. Diese Blockade hat die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin zur Folge. Es sorgt für eine bessere Konzentration und fördert zudem das Kurzzeitgedächtnis. 

2. Kaffeekonsum verringert das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken 

Dass sagen jedenfalls verschiedene Beobachtungsstudien. Doch zu diesem Thema existieren weiterhin verschiedene Meinungen.

Forscher vermuten, dass Kaffee möglicherweise die Insulinempfindlichkeit verbessert und damit den Blutzuckerspiegel senkt. Diese Tatsache würde nicht nur das Risiko vermindern an Diabetes Typ 2 zu erkranken, sondern wäre auch für bereits erkrankte Personen von Vorteil. Doch noch liegt kein eindeutiger Beweis vor.

 

3. Regelmäßiger Kaffeekonsum verringert den altersbedingten Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit

Schuld für den Gedächtnisverlust durch Alzheimer sind Proteinablagerungen im Gehirn, die den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen blockieren. 

Koffein sowie andere Stoffe, die beim Röstprozess entstehen, können die Ausbreitung dieser Ablagerungen verhindern. Um zu dieser Erkenntnis gelangen zu können, führten Wissenschaftler in einem ersten Schritt eine Reihe sehr vielversprechender Versuche mit Mäusen durch.

Daraufhin startete ein weiteres Forscherteam aus Jülich (NRW) eine Versuchsreihe, um Stoffwechselprozesse im Gehirn über eine sogenannte Positronen-Emissions-Tomografie sichtbar zu machen. Ein Verfahren, das herkömmlicherweise zur Früherkennung von Krebserkrankungen verwendet wird. Dabei wurden 15 Probanden zwischen 24 & 68 Jahren untersucht. Das Team konnte aus den neuen Beobachtungen schlussfolgern, dass das Koffein die Proteinablagerungen im Gehirn eingrenzen kann.

 

4. Kaffee verringert Risiko an Depressionen zu erkranken

Die These, dass Kaffee gegen Depressionen hilft oder jene vorbeugt, hatte in den USA eine umfassende Langzeitstudie zu Folge, an der 60.000 Frauen teilnahmen. 

Das Ergebnis zeigt, dass die Teilnehmerinnen, die 2-3 Tassen Kaffee am Tag tranken, ihr Risiko an Depressionen zu erkranken um 15 % senken konnten. Bei 4 Tassen waren es sogar 20%. 

 

Kaffeegenuss als Teil einer bewussten Ernährung? 

Timing ist Alles 

Für die Meisten von uns gehört die Tasse Kaffee sofort nach dem Aufstehen fest zur Morgenroutine. Die Wenigsten wissen jedoch, dass der frühmorgendliche Koffeinkick überflüssig bzw. sogar kontraproduktiv ist.

Denn wir Menschen produzieren über Nacht das Stresshormon Cortisol . Es wird morgens nach dem Aufstehen ausgeschüttet und hat die Aufgabe den Stoffwechsel zu aktivieren. Eine zu frühe Aufnahme von Koffein kann daher zu energetischen Tiefs am (Vor-) Mittag führen. 

Daher ist es empfehlenswert, ca. eine Stunde, nach dem Aufstehen, die erste Tasse Kaffee zu trinken. Nachmittags zwischen 13 und 17 Uhr ist ebenfalls eine gute Zeit für Kaffee, falls du noch einmal deine Leistungsfähigkeit steigern möchtest. 

Wie viel Kaffee ist zu viel? 

In der Regel sind 3 bis 5 Tassen pro Tag unbedenklich bzw. durchaus gesundheitsfördernd. Je nach Röstverfahren, Zubereitungsmethode und Bohne schwankt der Koffeingehalt jedoch merklich, was eine pauschale Antwort auf diese Frage eigentlich unmöglich macht.

Bei regelmäßigen Kaffeetrinkern kann eine Koffeinüberdosis ab einer Menge von 1g Koffein vorliegen, was ungefähr 10 Tassen Kaffee entsprechen würde. Bei Personen ohne Toleranz gegenüber Koffein, kann eine Überdosierung bereits ab 300mg Koffein vorliegen. 

Ähnlich wie die Magenverträglichkeit von Kaffee ist auch die Verträglichkeit von Koffein eine extrem individuelle Angelegenheit. Wir empfehlen dir daher auf deinen eigenen Körper zu hören, um herauszufinden ob koffeinhaltige Getränke das Richtige für dich sind. Bekommst du nach einem Kaffee schon feuchte oder zittrige Hände? Fühlst du dich unwohl oder wirst nervös? 

Kaffee während der Schwangerschaft

Gegen den Genuss moderater Mengen an Kaffee während der Schwangerschaft spricht erst einmal wenig. Hierbei sollte die maximale Tagesdosis von 200mg Koffein jedoch nicht überschritten werden.

 

Fazit

Ein moderater Konsum (bis zu 5 Tassen pro Tag – individuelle Unterschiede) von guter Kaffeequalität zur richtigen Zeit, hält dich geistig fit und hilft dir dabei leistungsfähiger zu sein. In geringen Dosen wirkt Koffein stimulierend auf das Herz-Kreislauf-System und steigert sogar die Speicherfähigkeit im Gehirn. Koffein erfreut sich außerdem in der Welt der Medizin großer Beliebtheit. So wird es zum Beispiel bei Asthma, Harnleiden, Fieber, Herzleiden ,Herzschwäche, Heuschnupfen, Hysterie, sowie als Gegenmittel bei Alkohol- , Nikotin- und Morphin Vergiftungen eingesetzt.

 

Moritz & Yannick

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